Liebe Lizzi… 65 Briefe aus dem Krieg

Fünfundsechzig Briefe an seine Frau Lizzi geschrieben von Anfang September 1944 bis 11. Januar 1945 getragen von der großen Liebe zu seiner Frau und seinen Kindern, von Sehnsucht, Heimweh und Leid.

Ewald Offermann, geboren 1903, wurde im Alter von Mitte 40, im August 1944, zum letzten Aufgebot der Wehrmacht eingezogen. Gerechnet hatte er sicher nicht damit. Nach einmonatigem Aufenthalt in einer Kaserne in Köln-Ossendorf wurde er Anfang Oktober an die Ostfront nach Polen in die Nähe von Kraukau geschickt. Hier haben sich seine Lebensbedingungen und seine Gesundheit kontinuierlich verschlechtert. Seine Briefe wurden immer sehnsuchtsvoller. Vor allem sein kleiner Sohn Ingo fehlte ihm sehr.

Ende Dezember 1944 hatte Ewald Offermann einen schweren Unfall, bei dem er seinen rechten Arm verlor. Seine letzten Briefe sind von den großen Schmerzen und der Hoffnung nach Hause zurück kehren zu können durchdrungen.

Die Rote Armee hatte am 19. Januar 1945 im Zuge der Weichsel-Oder-Operation Krakau eingenommen. Unmittelbar vorher ließ der deutsche Generalgouverneur Frank alle Deutschen evakuieren und verließ die Stadt, während sich die deutschen Truppen zur Oder zurückzogen. 

Ewald Offermann kehrte zu seiner geliebten Frau Lizzi und seinen Kindern nach Bergneustadt zurück.

Am 7. Juli 1945 nahm sich Ewald Offerman in der Aggertalsperre das Leben. Er wurde am 10. Juli 1945 auf dem Friedhof von Bergneustadt beerdigt.

Lizzi Offermann hat nicht mehr geheiratet. Sie starb am 19. Februar 1983.

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